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Mut zur Demokratie

Mut zur Demokratie

Das jetzt erschienene Buch „WIR MÜSSEN REDEN“ diskutiert die Impulse von Jürgen Rüttgers im Transformationsprozess des Ruhrgebiets

Lassen Sie den täglichen Nachrichtenstrom zur politischen Befindlichkeit in Deutschland kurz in Gedanken an sich vorbeiziehen – und dann den nachfolgenden Satz wirken. „Sollten nicht diejenigen, die oft nach mehr Führung rufen und damit mehr Staat meinen, nicht selbst mehr Führung zeigen, anstatt darauf zu warten, bis sie an die Hand genommen werden?“ Was wie ein aktueller Appell daherkommt, ist eine Passage aus einem Buch von Dr. Jürgen Rüttgers – erschienen 1993!

 

Die druckfrische Publikation „WIR MÜSSEN REDEN“ rückt das politische Wirken von Dr. Jürgen Rüttgers sowie die bleibende Relevanz seiner zahlreichen Veröffentlichungen und Debattenbeiträge in den Fokus. Anlässlich der persönlichen Übergabe des Buches würdigten Prof. Bodo Hombach, Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung, und Dr. Boris Berger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, die Bedeutung des früheren Ministerpräsidenten und Bundesministers für Nordrhein-Westfalen.

Wissensregion Ruhrgebiet

Autoren und Zeitzeugen beleuchten zentrale politische und gesellschaftliche Themen, die sein Denken und Wirken geprägt haben. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) würdigt den Vorgänger (2005-10) als „überzeugten Europäer und Freund Israels“, Wegbegleiter wie Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP) verweisen auf die Verdienste in Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Im Mittelpunkt des politischen Lebenswerks von Rüttgers steht jedoch die Gestaltung und politischen Umsetzung des Steinkohleausstiegs.

 

Sein Credo: „Das Ruhrgebiet hat alle Chancen, eine moderne Wissens- und Technologieregion zu werden.“

„Jürgen Rüttgers hatte und hat immer eine große Verbundenheit mit der bodenständigen und menschenzugewandten Lebenshaltung des Ruhrgebiets. Er war und ist bis heute rheinisch im Wesen, aber mit dem Arbeitsethos des Ruhrgebiets.“

— Dr. Boris Berger

Wie WOLLEN wir morgen leben?

„Die Frage ist nicht, wie WERDEN wir morgen leben, sondern wie WOLLEN wir morgen leben?“ Dieser persönliche Leitsatz von Jürgen Rüttgers bildet einen zentralen Ausgangspunkt des Buches. Eingebettet in den zeithistorischen Kontext werden seine herausragenden Publikationen und Reden diskutiert. Das Rüttgers-Werk „Dinosaurier der Demokratie“ (siehe oben) legte beispielsweise schon 1993 Defizite in den politischen Strukturen offen, an denen sich die demokratischen Parteien auch 2026 noch erfolglos abarbeiten.

 

Prof. Bodo Hombach: „Die Texte von Jürgen Rüttgers sind bis heute lesenswert, weil sie Entwicklungen hellsichtig vorwegnahmen, die später Realität wurden. Er beobachtete genau. Und er dachte voraus.“

„Jürgen Rüttgers versteht Verantwortung nie als Pose, sondern als Aufgabe. Er scheut den Widerspruch nicht und hat stets weitergedacht als bis zum nächsten politischen Termin. Er ist nie der Mann der schnellen Pointe, sondern ein Mann der langen Strecke – ernsthaft, weitsichtig und ohne Firlefanz.“

— Prof. Bodo Hombach

Einladung zum Dialog

Rüttgers verbindet politische Analysen stets mit konkreten Handlungsoptionen, getragen von einem christlichen, wertebasierten Menschenbild, in dem gesellschaftliche Chancengleichheit elementares Ziel war. „Wahre Gerechtigkeit ist nicht Gleichheit am Ziel, sondern Gleichheit am Start“, formulierte Rüttgers in seiner Schrift „Zeitenwende“, die auch im vorliegenden Buch diskutiert wird.

 

Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen gewinnen die moralisch-ethischen Anstöße von Jürgen Rüttgers neue Bedeutung. „WIR MÜSSEN REDEN“ versteht sich deshalb nicht als Rückblick, sondern als Einladung zum Dialog über politische Verantwortung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft Nordrhein-Westfalens.

 

Mit der Publikation möchte die Brost-Akademie einen Beitrag zu einer offenen und konstruktiven Debatte leisten – nicht zuletzt über die Frage, wie wir morgen leben WOLLEN.

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