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Vier von Hier – Peter Lohmeyer: Haltung zeigen, Heimat neu erzählen

Vier von Hier – Peter Lohmeyer: Haltung zeigen, Heimat neu erzählen

Er ist einer der profiliertesten Charakterdarsteller seiner Generation – und zugleich ein Künstler, der Haltung nicht nur spielt, sondern lebt: Peter Lohmeyer.

 

Geboren im Sauerland, geprägt durch das Aufwachsen im Ruhrgebiet, hat er sich früh mit Fragen von Identität, Herkunft und Verantwortung auseinandergesetzt. Themen, die bis heute sein künstlerisches Arbeiten bestimmen – und die ihn mit der BrostStiftung verbinden. 

Im Rahmen des Projekts „Vier von Hier“ rückt die Brost-Stiftung gemeinsam mit Peter Lohmeyer, Joachim Król, Dietmar Bär und Armin Rohde die besondere Verbundenheit dieser vier Schauspieler mit dem Ruhrgebiet in den Fokus.

 

Gemeinsam erzählen sie von einem Landstrich, der Biografien formt – und von einer Haltung, die aus Herkunft wächst. 

Heimat als Gespräch: „Heimat Ruhr – Vor Ort mit Peter Lohmeyer“

Ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Peter Lohmeyer und der BrostStiftung ist das Projekt „Heimat Ruhr – Vor Ort mit Peter Lohmeyer“. In einer einzigartigen Verbindung aus Gespräch, Kunst und Bildung lädt Lohmeyer Menschen aus dem Ruhrgebiet dazu ein, gemeinsam über den Begriff „Heimat“ nachzudenken – offen, vielstimmig und nah an den Lebensrealitäten der Region. 

 

In öffentlichen Gesprächen trifft Lohmeyer auf Akteurinnen und Akteure aus Kultur, Gesellschaft, Sport und Politik. Sie bringen persönliche Perspektiven ein und sprechen über Kindheit, Arbeit, Wandel und Identität im Ruhrgebiet. Parallel dazu nähert sich der Künstler Marcus Kiel dem Thema künstlerisch: In geöffneten Ateliers und temporären Ladenlokalen entstehen ortsbezogene Arbeiten und Installationen. Die eingeladenen Gäste steuern persönliche Fotografien bei – Bilder dessen, was für sie Heimat bedeutet. 

 

So wächst über die Projektlaufzeit hinweg ein vielschichtiges Kunstwerk, das Gespräch und künstlerischen Ausdruck zusammenführt und für die Öffentlichkeit erlebbar macht. 

 

Mehr zum Projekt findet ihr hier: Heimat Ruhr – Vor Ort mit Peter Lohmeyer

Dialoge über Kindheit, Fußball und Arbeit

Die erste Reihe von „Heimat Ruhr – Vor Ort mit Peter Lohmeyer“ zeigte, wie facettenreich der Heimatbegriff im Ruhrgebiet ist. Im Mai 2024 stand in Bochum das Thema Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet im Mittelpunkt – mit Gästen wie Dietmar Bär, der Kabarettistin Gerburg Jahnke, der Lehramtsstudentin Zahar Audi und dem Fußballsozialarbeiter Florian Kovatsch. 

 

Im Oktober 2024 folgte das Thema Fußballheimat Ruhrgebiet in der Essener Rathaus Galerie. Diskutiert wurde unter anderem mit der RuhrgebietsLegende Rüdiger Abramczik, der BundesligaSchiedsrichterin Annika Kost, dem BVBStadionsprecher Norbert Dickel sowie der Welt und Europameisterin Annike Krahn. 

 

Im Mai 2025 ging es in der Christuskirche WanneEickel um Arbeit, Wandel und Identität. Auf dem Podium saßen Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, der Arbeitnehmervertreter Tekin Nasikkol und die ARDJournalistin Siham ElMaimouni. 

 

Der große Zuspruch führte zur Verlängerung des Projekts: 2026 wird „Heimat Ruhr“ mit einem weiterentwickelten Konzept fortgesetzt. Neu ist der Fokus auf Orte, an denen Kultur bereits stattfindet – oder entstehen kann. Klassische Kulturstätten, Lernorte oder hybride Räume werden gezielt einbezogen und als kulturelle Ankerpunkte sichtbar gemacht. Gleichzeitig eröffnet das Projekt Raum für Nachwuchskünstlerinnen und künstler, die eigene Perspektiven auf Heimat einbringen. 

 

Mehr Informationen zu unserem Projekt „Heimat Ruhr II – Vor Ort mit Peter Lohmeyer“ 

 

Verantwortung übernehmen: Inklusion mit Teamgeist

Mit dem BrostRuhrPreis 2024 zeichnete die BrostStiftung erstmals vier Schauspieler aus dem Ruhrgebiet gemeinsam aus: Peter Lohmeyer, Joachim Król, Dietmar Bär und Armin Rohde. Die Preisverleihung im Bochumer Schauspielhaus war ein emotionales Bekenntnis zur Region – und der Auftakt für eine intensive Zusammenarbeit. 

 

Die mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Auszeichnung floss vollständig in soziale Projekte im Ruhrgebiet. Jeder Preisträger unterstützte mit 25.000 Euro ein Projekt seiner Wahl. 

 

Peter Lohmeyer entschied sich, seine Dotation dem Projekt „Aufbau der Inklusionsförderung durch Fußball“ der Schalke hilft gGmbH zukommen zu lassen. Ziel des Projekts ist es, jungen Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen über den Fußball echte Teilhabe zu ermöglichen. 

 

An vier Förderschulen in Gelsenkirchen finden wöchentliche Trainingseinheiten statt, ergänzt durch Inklusionsturniere und Freundschaftsspiele. Darüber hinaus schaffen barrierefreie Stadion und Museumstouren, Begegnungen mit ehemaligen S04Profis oder gemeinsame Veranstaltungen nachhaltige Gemeinschaftserlebnisse. Der Fußball wird so zum verbindenden Element – jenseits von Leistungsdenken, hin zu Chancengleichheit und Miteinander.

 

Mehr Informationen zum Projekt 

Vier von Hier: Gemeinsam Herkunft sichtbar machen

Seit der Verleihung des BrostRuhrPreises verbindet die BrostStiftung und die vier Preisträger das Projekt „Vier von Hier“. Ausgangspunkt war die gemeinsame Auszeichnung 2024, aus der sich ein filmisches Langzeitprojekt entwickelte. Der daraus entstehende Dokumentarfilm erzählt von gemeinsamen Anfängen, individuellen Wegen und der prägenden Kraft des Ruhrgebiets. 

 

Gespräche, Filmvorführungen und öffentliche Auftritte schaffen Raum für Austausch und Identifikation – und machen sichtbar, was das Revier ausmacht: Vielfalt, Haltung und ein starkes Gefühl von Zusammenhalt. 

 

Oder, wie es Peter Lohmeyer immer wieder betont: Heimat ist nichts Statisches. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – füreinander und für die Region. 

 

Die Brost‑Stiftung präsentiert den fertigen Film im Rahmen einer exklusiven Kinotour durch das Ruhrgebiet. Die Filmpremiere findet am 21. April 2026 in der Lichtburg in Essen statt.

 

Hier gibt es alle Informationen: „Vier von Hier“ Projektseite