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Kunst, Begegnung und neue Perspektiven für das Ruhrgebiet

Kunst, Begegnung und neue Perspektiven für das Ruhrgebiet

Ruhrtriennale 2026: Mit der gefeierten Premiere von "Rebel Rebel" startet das Festival der Künste in den Spätsommer

Mit der Uraufführung von „Rebel Rebel“ in der Jahrhunderthalle Bochum ist am 20. August die Ruhrtriennale 2026 eröffnet worden. Die von der Brost-Stiftung geförderte Musiktheaterproduktion markiert zugleich den Auftakt eines Festivals, das das Ruhrgebiet erneut für einen Monat zum internationalen Treffpunkt für Kunst, Kultur und gesellschaftlichen Dialog macht.

 

Die Eröffnungsproduktion basiert auf der Musik von David Bowie und verbindet Schauspiel, Tanz und Live-Musik zu einer zeitgenössischen Erzählung über Identität, Freiheit und gesellschaftlichen Wandel. Entwickelt wurde das Stück von Ruhrtriennale-Intendant Ivo Van Hove gemeinsam mit Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui, musikalischem Leiter Henry Hey und Bühnenbildner Jan Versweyveld. Im Zentrum steht die Geschichte eines jungen Paares, das sich in einer repressiven Gesellschaft gegen Entfremdung und Isolation behauptet und damit ein kraftvolles Zeichen für Menschlichkeit, Widerstand und Zusammenhalt setzt.

Internationale Kunst an außergewöhnlichen Orten

Die Ruhrtriennale zählt zu den bedeutendsten Festivals der Künste in Europa. Seit ihrer Gründung verwandelt sie jeden Spätsommer ehemalige Industrieorte des Ruhrgebiets in einzigartige Bühnen für Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzerte, Installationen und Bildende Kunst. Die Verbindung von Industriekultur und zeitgenössischer Kunst prägt das Festival und macht es weit über die Region hinaus bekannt.

 

Vom 20. August bis zum 20. September 2026 bespielen rund 600 Künstlerinnen und Künstler aus 45 Ländern insgesamt 11 Spielstätten in Bochum, Duisburg, Essen, Dortmund und Gladbeck. Das Festivalprogramm umfasst 30 Produktionen und Projekte mit 119 Veranstaltungen, darunter 14 Eigen- und Koproduktionen sowie Auftragswerke, fünf Uraufführungen, eine Europäische Erstaufführung und zehn Deutsche Erstaufführungen. Damit wird das Ruhrgebiet erneut zu einem internationalen Zentrum für künstlerischen Austausch und kreative Impulse.

 

Persönlichkeiten wie Marina Abramović, Joyce DiDonato, Anne Teresa De Keersmaeker oder Serge Aimé Coulibaly stehen exemplarisch für die Vielfalt und internationale Ausrichtung der diesjährigen Festivalausgabe.

Warum die Brost-Stiftung die Ruhrtriennale fördert

Die Brost-Stiftung engagiert sich seit vielen Jahren für kulturelle Projekte, die die Vielfalt, Kreativität und Zukunftsfähigkeit des Ruhrgebiets sichtbar machen. Die Förderung der Ruhrtriennale ist dabei ein wichtiger Baustein dieses Engagements.

 

Das Festival bringt internationale Spitzenkunst in die Region, schafft neue Perspektiven auf gesellschaftliche Themen und stärkt zugleich die kulturelle Strahlkraft der Metropole Ruhr. Es verbindet Menschen unterschiedlicher Hintergründe, fördert Begegnungen und macht das Ruhrgebiet als lebendigen und weltoffenen Kulturstandort erlebbar.

 

Mit der Unterstützung von „Rebel Rebel“ setzt die Brost-Stiftung ihr langfristiges Engagement für herausragende künstlerische Produktionen fort, die weit über die Aufführungsorte hinaus wirken und wichtige Impulse für die Region setzen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Brost-Stiftung und der Ruhrtriennale hat bereits eine lange Tradition. In den vergangenen Jahren unterstützte die Stiftung unter anderem die Produktionen „Der Untergang des Hauses Usher“, „Das weite Land“, „Ein Sommernachtstraum“, „Pferd frisst Hut“ sowie zuletzt „I DID IT MY WAY“.

 

Mit „Rebel Rebel“ wird diese Partnerschaft fortgesetzt. Die Produktion fügt sich in eine Reihe künstlerischer Arbeiten ein, die aktuelle gesellschaftliche Fragen aufgreifen, neue Perspektiven eröffnen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen.

Ausblick auf das Festivalprogramm

Die Eröffnung ist erst der Anfang: Bis zum 20. September erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm aus Musiktheater, Tanz, Performance, Ausstellungen und Konzerten. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem „Emily – No Prisoner Be“ mit Joyce DiDonato, „RI TE“ von Marlene Monteiro Freitas und Israel Galván, „BREL“ von Anne Teresa De Keersmaeker, „SIDDHARTHA“, „Deutscher Herbst“, „Europa“ sowie zahlreiche Formate der Jungen Triennale. Darüber hinaus sind acht Projekte bei freiem Eintritt zugänglich.

 

Das vollständige Programm der Ruhrtriennale 2026 finden Sie auf der Website der Ruhrtriennale: Zum Festivalprogramm

Titelbild: Rebel Rebel, Regie: Ivo Van Hove. Ari Notartomaso, Diego Rodriguez (v.l.n.r.) © Jan Versweyveld, Ruhrtriennale 2026

Bild 1: Rebel Rebel, Regie: Ivo Van Hove. Daniel Donskoy © Jan Versweyveld, Ruhrtriennale 2026

Bild 2: Rebel Rebel, Regie: Ivo Van Hove. Diego Rodriguez, Ari Notartomaso (oben, v.l.n.r.) © Jan Versweyveld, Ruhrtriennale 2026

Bild 3: Ivo Van Hove, David Bowie (v.l.n.r.) © Jan Versweyveld