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Ein Theatertext zwischen Geschichte und Gegenwart

Ein Theatertext zwischen Geschichte und Gegenwart

Literatur aus dem Ruhrgebiet: Brost-Stiftung veröffentlicht „Grabeland“ von Nora Bossong

Die Brost-Stiftung veröffentlicht das Theaterstück „Grabelandder vielfach ausgezeichneten Autorin und ehemaligen Metropolenschreiberin Nora Bossong als Buch und macht damit ein bedeutendes literarisches Werk dauerhaft zugänglich. Bossong zählt zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und wurde unter anderem mit dem Joseph-Breitbach-Preis sowie dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet.

Vielfach ausgezeichnete Autorin blickt auf Geschichte und Gegenwart

Die 1982 in Bremen geborene Autorin studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin Philosophie und Komparatistik. Nach Aufenthalten in Italien und Frankreich lebt Nora Bossong heute in Berlin. In ihren vielfältigen Arbeiten – von Gedichten über Romane bis hin zu Essays und Sachbüchern – setzt sie sich mit Gegenwart und Geschichte auseinander und beleuchtet politische wie persönliche Verflechtungen ebenso wie gesellschaftliche Umbrüche und individuelle Sehnsüchte.

 

Der Text „Grabeland“ entstand während ihres Aufenthalts als Metropolenschreiberin Ruhr im Jahr 2023. Von April bis Oktober lebte und arbeitete Nora Bossong im Ruhrgebiet und setzte sich intensiv mit der Region auseinander. Das Stück führt in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und erzählt von Freundschaft, Verantwortung und den moralischen Entscheidungen junger Menschen in einer von Gewalt, Anpassungsdruck und Unsicherheit geprägten Gesellschaft. Nach der Uraufführung im Jahr 2024 liegt das Werk nun erstmals in gedruckter Form vor.

Kulturelle Impulse nachhaltig sichern und weitertragen

Mit der Veröffentlichung verfolgt die Brost-Stiftung das Ziel, literarische Auseinandersetzungen mit dem Ruhrgebiet langfristig zugänglich zu machen und den kulturellen Diskurs zu stärken. Die Publikation richtet sich an Bibliotheken, Bildungseinrichtungen sowie an literatur- und zeitgeschichtlich Interessierten. Sie steht exemplarisch für das Engagement der Stiftung, kulturelle Projekte über den Moment hinaus zu sichern und Impulse für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit zu setzen.

 

Das Projekt Metropolenschreiber Ruhr bildet dabei einen zentralen Bestandteil der Literaturförderung der Brost-Stiftung: Renommierte Autorinnen und Autoren werden eingeladen, die Region über mehrere Monate hinweg aus literarischer Perspektive zu erkunden. Im Austausch mit Menschen vor Ort entstehen Werke, die neue Blickwinkel auf das Ruhrgebiet eröffnen und dessen Wandel literarisch reflektieren. Mit „Grabeland“ liegt ein eindrucksvolles Beispiel dafür vor, wie aus dieser intensiven Auseinandersetzung nachhaltig wirksame kulturelle Impulse entstehen.

 

Alle Informationen zum Buch gibt es hier: Grabeland – Nora Bossong

Bildnachweis:

Buch-Cover: Grabeland - Nora Bossong © zu Klampen! Verlag, Springe