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Jugendaustausch zum Anfassen

Am Ende der Pandemiezwänge besuchen deutsche Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Brost-Projektes ihre Partnerklassen in den Niederlanden

Endlich wieder raus! Für 16 Schülerinnen und Schüler des Freiherr-von-Stein-Gymnasiums in Lünen begann die neue Freiheit nach Corona mit einer Bustour nach Holland. Im Rahmen des von der Brost-Stiftung geförderten Jugendaustausches zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden besuchten die 13-15-Jährigen das Zuider Gymnasium in Rotterdam. Ein tolles Wiedersehen mit der Partnerschule nach mehrjähriger Unterbrechung durch die Pandemie!

„Die Jugendlichen freuen sich sehr“, so einer der beiden Begleitlehrer. „Für viele ist es die erste Fahrt nach zwei Jahren Pandemie.“ Der fünftägige Austausch fand Anfang April statt. Es gab neben dem Aufenthalt in den Gastfamilien und dem Besuch der Partnerklassen vielfältige Ausflüge in Museen, Hafen und Umland.

Beeindruckt zeigten sich die deutsche Klasse dabei vor allem von der digitalen Welt in den Schulen des Nachbarlandes. Seit Jahren arbeiten die jungen Holländerinnen in vielen Bereichen online. In einigen Fächern werden ausschließlich Onlinematerial im Unterricht eingesetzt. Laptops stehen für alle Jugendlichen auch leihweise zur Verfügung. Trotz zahlreicher Initiativen während des Homeschoolings hinken die deutschen Schulen hier deutlich hinterher.

Das Austauschprojekt war von der Brost-Stiftung bereits 2018 an acht Schulen ins Leben gerufen worden. Mit dem Ziel, den Blick für die Niederlande zu schärfen. Entstanden ist eine freundschaftliche Partnerschaft mit europäischem Gedanken. „Jugendhilfe im besten Sinne“, wie es Stiftungsvorstand Professor Bodo Hombach treffend formulierte. Im gleichen Jahr prämierte die NRW-Landesregierung die Initiative im Rahmen des Wettbewerbs „Europa bei uns zu Hause“ für die „grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Partnern in den Niederlanden und Belgien“.

"Für immer in Erinnerung"

Die von Corona ausgelösten Kontakt- und Reisebeschränkungen hatten das Projekt in den letzten 24 Monaten praktisch zum Erliegen gebracht. Umfangreiche Planungen mussten immer wieder revidiert werden. Besuche wurden angesichts der unsicheren Lage abgesagt. Mit dem aktuellen Abklingen der Pandemie sowie den weitreichenden gesellschaftlichen Lockerungen konnten die deutschen Kids endlich wieder ihre niederländischen Partnerklassen „zum Anfassen“ erleben.

„Die Kinder haben mir gesagt, dass sie diesen Austausch für immer in Erinnerung behalten werden“, erzählt eine der Lehrerinnen des Zuider Gymnasiums. Die Kollegien beider Schulen unterstützen die Brost-Stiftung sehr engagiert, um die Schüler endlich wieder mit anderen Kulturen in Kontakt zu bringen. „Aber am Ende hat das begeisterte Engagement der Kinder dafür gesorgt, dass der Austausch so erfolgreich verlaufen ist“, betont die Lehrerin.

Alle Beteiligten freuen sich jetzt riesig auf den Gegenbesuch, geplant im Juni 2022 in Lünen.

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