Vom Ankommen und Dazugehören
Vom Ankommen und Dazugehören
Das Ruhrgebiet als “Melting Pott”
Migration hat das Ruhrgebiet über Jahrzehnte geprägt – wirtschaftlich, sozial und kulturell. Bis heute ist sie fester Bestandteil der Identität der Region.
Der Vorstandsvorsitzende der Brost‑Stiftung, Prof. Bodo Hombach, greift dieses Selbstverständnis auf, wenn er den Musiker Till Brönner zitiert, der das Ruhrgebiet treffend als „Melting Pott“ beschreibt: einen Raum, in dem unterschiedliche Herkunftsgeschichten, Erfahrungen und Lebenswege zusammenkommen und etwas Eigenes entstehen lassen.
Mit dem Projekt „GESICHTER DES REVIERS – Vom Ankommen und Dazugehören“ macht die Brost‑Stiftung diese Vielfalt sichtbar. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, persönliche Lebenswege sichtbar zu machen – und damit Räume für Begegnung, Dialog und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.
Ein Gespräch über Herkunft, Unterstützung und Zugehörigkeit
Im Rahmen des Projekts hat sich der Vorstandsvorsitzende der Brost‑Stiftung, Prof. Bodo Hombach, mit Univ.-Prof. Dr. med. Ali Canbay ausgetauscht. Der renommierte Mediziner ist Teil des Projekts und verbindet seine berufliche Laufbahn in Deutschland mit einer eigenen Migrationserfahrung.
Im Gespräch spricht Prof. Canbay offen über seine Entwicklung in Deutschland, über Menschen, die ihn auf diesem Weg unterstützt haben, und darüber, was es für ihn bedeutet, heute selbstverständlich Teil dieser Gesellschaft zu sein. Seine Geschichte steht exemplarisch für viele Biografien im Ruhrgebiet – für Chancen, Herausforderungen und für das gewachsene Gefühl von Zugehörigkeit.
Zentral in dem Austausch ist die Frage, welche Rolle Förderung, Vertrauen und gesellschaftliche Offenheit für individuelle Lebenswege spielen. Prof. Canbay macht deutlich, wie wichtig frühe Unterstützung, persönliche Mentoren und strukturelle Möglichkeiten für seinen Werdegang waren.
Das Gespräch zeigt: Integration gelingt dort besonders gut, wo Menschen gesehen, ernst genommen und in ihren Potenzialen bestärkt werden. Zugehörigkeit wächst nicht abstrakt, sondern im Alltag – durch Begegnung, Anerkennung und Verantwortung füreinander.
Gesichter, Geschichten, Perspektiven
Genau hier setzt das Projekt “GESICHTER DES REVIERS – Vom Ankommen und Dazugehören” an. Der Schauspieler Armin Rohde, der sich neben seiner Arbeit vor der Kamera intensiv der Fotografie widmet, porträtiert Menschen, deren Lebens- und Arbeitswege eng mit dem Ruhrgebiet verbunden sind.
Seine Fotografien erzählen vom Ankommen, vom Bleiben und vom Weitergehen. Sie eröffnen einen vielstimmigen Blick auf Arbeit, Wandel und Zugehörigkeit – und schaffen Nähe, indem sie individuelle Geschichten sichtbar machen. Jedes Porträt lädt dazu ein, zuzuhören und sich mit den Erfahrungen anderer auseinanderzusetzen.
Mit dem Projekt unterstreicht die Brost‑Stiftung ihr Selbstverständnis als Impulsgeberin für gesellschaftlichen Dialog im Ruhrgebiet. Sie versteht Zugehörigkeit nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als etwas, das aktiv gestaltet werden muss – durch Begegnung, kulturelle Arbeit und das Sichtbarmachen gelebter Biografien.
Indem die Stiftung exemplarische Lebenswege wie den von Prof. Canbay mit künstlerischen Porträts verbindet, schafft sie eine Plattform, auf der persönliche Erfahrungen, regionale Identität und gesellschaftlicher Zusammenhalt zusammenfinden.
Ausstellung im Ruhr Museum
Die Ergebnisse von GESICHTER DES REVIERS – Vom Ankommen und Dazugehören werden in einer Ausstellung präsentiert, die von der Brost‑Stiftung im Ruhr Museum gezeigt wird. Dort werden die Porträts erstmals in einem musealen Kontext erfahrbar – als Einladung, sich mit der Geschichte(n) des Ruhrgebiets auseinanderzusetzen und neue Perspektiven auf das Thema Migration und Zugehörigkeit zu gewinnen.
Mehr Infos zum Projekt gibt es hier: GESICHTER DES REVIERS – Vom Ankommen und Dazugehören
Für alle Informationen zur Ausstellung hier klicken.