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Ruhrgebiet erleben und erschreiben

Auf der lit.RUHR erzählen drei Metropolenschreiber von ihrer Zeit im Revier

30. September 2022

Nur der Wandel ist beständig – dieses (Über-)Lebensmotto des Ruhrgebietes spiegelt sich auch in der Besetzung des „Metropolenschreiber Ruhr“. Während der Schriftsteller und Historiker Per Leo auf Einladung der Brost-Stiftung die letzten Tage seines Aufenthaltes in Mülheim nutzt, um die Grundlagen für seine „historische Tiefenbohrung“ in der Region zu schaffen, wartet schon sein Nachfolger auf gepackten Umzugskartons. Im Oktober wird Ingo Schulze als siebter „Metropolenschreiber“ vorübergehend Bewohner des Ruhrgebietes.

Die Brücke zwischen den einzelnen Autoren schlägt das Lesefest lit.RUHR: Am Samstag den 22. Oktober erläutern gleich drei Metropolenschreiber/innen ihren literarischen Blick auf das Ruhrgebiet. „Profilierte Autorinnen und Autoren wohnen und arbeiten auf Einladung der Brost-Stiftung ein halbes Jahr lang in Mülheim an der Ruhr, entdecken und erschreiben die Städte des Ruhrgebiets, suchen sich besondere Schreib-Projekte und Erzählenswertes“ beschreibt das Programm der lit.RUHR das inhaltliche Konzept des Brost-Projektes.

 Wenn man ein realistisches Bild seiner Zeit und seiner Region haben möchte, braucht man den Blick von außen. Für Entdecker beginnt eine reiche menschliche, kulturelle und historische Schatzsuche…

Prof. Bodo Hombach, Vorsitzender des Vorstands der Brost-Stiftung, zur Begründung des Projektes „Metropolenschreiber Ruhr“

Neben Per Leo und Ingo Schulze wird auch die preisgekrönte Wiener Autorin Raphaela Edelbauer (»Das flüssige Land«, »DAVE«) auf dem Podium sitzen, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Sie hat vor Leo die Region durchstreift, im wahrsten Sinne des Wortes. Und plant, ihre Erfahrungen in einem Theaterstück darzustellen, in dessen Mittelpunkt Paul Reusch (1868 – 1956), Vorstand der Gutehoffnungshütte, steht. Als „Urtyp des herrischen Industriellen mit starken Aversionen gegen Gewerkschaften – ein junger Turbo-Ruhr-Kapitalist – stark und überaus opportunistisch in die Politik involviert“.

Ein unterhaltsamer und spannender Abend kündigt sich an, denn das lit.RUHR-Programm beschreibt den neuen Metropolenschreiber Ingo Schulze als Autor, der „mit seinen »Simple Storys« Literaturgeschichte geschrieben hat“. Drei erstklassige literarische Stimmen und drei Perspektiven auf die Region. Das Metropolenschreiber-Projekt, von der Brost-Stiftung 2017 initiiert und finanziert, soll das Leben im Ruhrgebiet und der Menschen in all seinen Facetten in Texten und anderen Berichtsformen betrachten. Es will Wissen und Neugier auf das Revier durch die neue Perspektive des Stadtschreibers erweitern.

Lit.RUHR mach Lust auf lecker Literatur

Mit 61 Veranstaltungen bietet die diesjährige lit.RUHR vom 19. bis 23. Oktober in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen zahlreiche Vorlese-Höhepunkte mit großen Namen. Zur Eröffnung ((19. Oktober) zum Beispiel Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff, der mit seinen Romanen wie „Alle Toten fliegen hoch“ mehrere Bestseller geschrieben hat. Regisseurin Doris Dörrie schickt am 22. Oktober „Ein Gruß aus der Küche“, Elke Heidenreich liest kurze Geschichten zu weiten Reisen. Am 20. Oktober beschäftigt sich Katja Riemann in der Zeche Zollverein mit dem Werk „Die Flamme der Freiheit“, am selben Tag erkunden Frank Goosen, Christoph Biermann und Axel Hefer in der Kaue Gelsenkirchen „Glanz und Zumutungen des modernen Fußballs“. Und am 22. Oktober ist ebenfalls auf Zollverein Robert Menasse zu Gast, der aus „Die Erweiterung“ liest, der Fortsetzung seines preisgekrönten Romans „Die Hauptstadt“.


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