Generationsübergreifende Dankbarkeit
Generationsübergreifende Dankbarkeit
Migration hat das Ruhrgebiet über Jahrzehnte wirtschaftlich, sozial und kulturell geprägt. Sie ist Teil der Geschichte der Region – und zugleich gelebte Gegenwart. In ihr spiegeln sich Erfahrungen von Ankommen, Arbeit, Zusammenhalt und Weitergabe über Generationen hinweg.
Mit dem Projekt „Gesichter des Reviers – Vom Ankommen und Dazugehören“ macht die Brost-Stiftung diese Realität sichtbar – konkret, persönlich und berührend. Im Zentrum steht dabei eine Haltung, die Armin Rohde während seiner Arbeit besonders wahrgenommen hat: eine generationsübergreifende Dankbarkeit. Dankbarkeit für Chancen, für ein neues Zuhause, für das, was Eltern und Großeltern aufgebaut haben – und für das Miteinander, das daraus gewachsen ist.
Diese Perspektive prägt die Fotografien von Armin Rohde, der sich neben seiner Arbeit als Schauspieler seit vielen Jahren intensiv der Fotografie widmet. Seine Porträts erzeugen Nähe, Präsenz und emotionale Tiefe. Sie zeigen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen, deren Gesichter von Erfahrungen erzählen – und von Wertschätzung gegenüber dem Weg, der hinter ihnen liegt. Jede Aufnahme wird so zu einem stillen Dialog: ein Blickkontakt, der bleibt und verbindet.
Bewegendes Projekt
Am 25. April ist es so weit: Die Porträts von Armin Rohde werden im Ruhr Museum erstmals in einer Ausstellung präsentiert und im Rahmen einer exklusiven Vernissage eröffnet.
Im Vorfeld der Ausstellung haben Dr. Boris Berger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Brost‑Stiftung, und Armin Rohde gemeinsam die Ausstellungsfläche im Ruhr Museum besichtigt. Bei diesem Rundgang sprachen sie über den Hintergrund des Projekts „Gesichter des Reviers – Vom Ankommen und Dazugehören“ und über die Fragen, die es bewegt: Wie prägt Migration das Ruhrgebiet bis heute? Welche Geschichten werden weitergegeben – und welche Haltungen verbinden die Generationen?
Im Austausch wurde deutlich, worum es Armin Rohde in seiner fotografischen Arbeit geht: um Begegnung auf Augenhöhe und um den Blick auf Menschen, deren Lebenswege untrennbar mit der Geschichte der Region verbunden sind. Seine Porträts machen sichtbar, was oft nur leise mitschwingt – Erfahrungen von Ankommen, Zugehörigkeit und eine tiefe, generationsübergreifende Dankbarkeit für das, was im Ruhrgebiet möglich geworden ist.
Warum die Brost‑Stiftung dieses Projekt ins Leben gerufen hat
Die Brost‑Stiftung hat das Projekt „Gesichter des Reviers – Vom Ankommen und Dazugehören“ ins Leben gerufen, weil das Projekt zentrale Werte der Stiftung aufgreift und weiterträgt. Es erzählt von der Vielfalt des Ruhrgebiets, von Zusammenhalt und von der Verantwortung, Geschichte nicht nur zu bewahren, sondern erfahrbar zu machen. Migration wird dabei nicht als abstraktes Thema verhandelt, sondern als gelebte Realität – sichtbar in Gesichtern, Biografien und Blicken.
Als Stiftung mit tiefer Verwurzelung im Ruhrgebiet ist es der uns ein Anliegen, Projekte zu unterstützen, die den gesellschaftlichen Dialog stärken und regionale Identität differenziert und respektvoll sichtbar machen. Die Ausstellung lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herzustellen – und damit genau das zu fördern, was das Ruhrgebiet seit jeher auszeichnet: Offenheit, Solidarität und gegenseitige Wertschätzung über Generationen hinweg.
Mehr Information zum Projekt gibt es hier.
Alle Infos zur Vernissage gibt es auf unserer Veranstaltungsseite.