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Starke Partner machen mobil

Skyline der Stadt Essen. Blick vom Rathaus Richtung Süden. Foto: Peter Prengel, 13. 12. 2013

Gemeinsam mit dem Initiativkreis Ruhr und dem Verkehrsministerium NRW arbeitet die Brost-Stiftung an Lösungen für moderne Mobilität im Revier

Das gemeinsame Ziel steht: Die Lebensqualität der Menschen im Ruhrgebiet nachhaltig verbessern. Und den Weg dorthin wollen der Initiativkreis Ruhr und die Brost-Stiftung ein ganzes Stück gemeinsam gehen!

Gerade haben die neuen Initiativkreis-Moderatoren Rolf Buch und Dr. Andreas Maurer ihre Pläne zur Zukunft der Region beschrieben, in deren Mittelpunkt der Themenkomplex „Infrastruktur und Mobilität“ steht. „Einkaufen im Internet ist bequem, und die Läden haben dort durchgehend geöffnet – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die Corona-Pandemie gibt dem Onlinehandel einen zusätzlichen kräftigen Schub“, so Buch. „Doch das hat Folgen – besonders in den dicht besiedelten Städten des Ruhrgebiets. Die Paketzustellung verschärft die bereits angespannte Verkehrslage weiter.“

Wertvolle Impulse zur Lösung des Problems liefert ein Projekt der Brost-Stiftung zum innerstädtischen Verkehr, aus dem ein Handlungsleitfaden mit dem Titel „City-Logistik in Kommunen“ hervorgegangen ist.

Agieren statt hektisch reagieren

Auf über 30 Seiten finden Verantwortliche aus Politik und Verwaltung nicht nur Analyse und innovative Lösungen, sondern auch eine Übersicht über Fördermöglichkeiten.
Buch: „Intelligente Lösungen sind gefragt. Hier liefert der Leitfaden der Brost-Stiftung zur City-Logistik in Kommunen ganz konkrete Hilfestellung für die Verantwortlichen in den Städten.“ Bodo Hombach, Vorstand der Brost-Stiftung ergänzt: „Der vorliegende Leitfaden empfiehlt sich als Handlungsgrundlage für Kommunen, die intelligent agieren und nicht mehr nur hektisch reagieren wollen.“

Als Beispiel zur Gestaltung einer Infrastruktur der Zukunft in der Region will der Initiativkreis Ruhr beispielhaft in einem Stadtviertel Innovationen nicht nur auf den Feldern Mobilität und Wohnen, sondern auch in der Digitalisierung sowie bei Bildung und Kultur bündeln. Buch: „Ich bin sicher, dass uns die Expertise der Brost-Stiftung in der City-Logistik wertvolle Impulse geben kann, und ich freue mich auf den weiteren Austausch.“ Im Rahmen der Ruhr-Konferenz will auch die Landesregierung die Mobilität im Revier nachhaltig verbessern, durch bessere Vernetzung aller Verkehrsträger sollen die Menschen besser, sicherer und sauberer unterwegs sein. Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) erläutert im Interview die zentralen Herausforderungen einer zukunftsfesten Verkehrsplanung.

„Moderne Mobilität bedeutet Klimaschutz“

Welche positiven Veränderungen dürfen die Menschen im Rahmen der Initiativen aus der Ruhr-Konferenz für den Verkehr im der Metropol-Region Ruhrgebiet erwarten?

Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Mit der Ruhr-Konferenz setzt die nordrhein-westfälische Landesregierung ein beeindruckendes Zeichen des Aufbruchs. Mit 450 Millionen Euro für ein Systemupgrade von Straßen- und U-Bahnsystems machen wir Mobilität besser. Mit der massiven Förderung des ÖPNV und innovativen Verkehrskonzepten schaffen wir die Voraussetzungen für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung im Revier. Es geht um effiziente Vernetzung aller Verkehrsträger. So machen wir Mobilität besser, sicherer und sauberer.“ Was heißt das konkret?

Wüst: „Die Zukunft der Mobilität ist vernetzt und digital – sowohl der Waren- und Güterverkehr als auch die Personenbeförderung. Nur so können sich Mobilitätsangebote der Zukunft noch stärker als bisher an den Bedürfnissen der Nutzer orientieren. An Mobilstationen werden unterschiedliche Verkehrsträger miteinander vernetzt. Hier können die Menschen an einem guten Ort vom eigenen Fahrrad in Bus und Bahn wechseln, auf Car-Sharing-Autos umsteigen oder für die letzte Meile ein Leihfahrrad oder E-Roller mieten. Mobilstationen und intelligent vernetzte Angebote, die digital geplant und bezahlt werden, machen Mobilität besser und schaffen den Anreiz, das eigene Auto in der Garage zu lassen. Das Ergebnis: Der Verkehr fließt besser, Mobilität wird sauberer, die Lebensqualität steigt.
Zu den Herausforderungen der Corona-Pandemie gehört ein rasanter Anstieg beim Online-Shopping. Wie kann man dies künftig managen?

Wüst: „Wir müssen das Grundbedürfnis der Menschen auf verlässliche Versorgung mit den alltäglichen Dingen des Lebens und den Wunsch nach einem lebenswerten Umfeld in Einklang bringen. Das gelingt mit intelligenten Logistik-Lösungen. So stellen wir den Warenverkehr in unseren Städten sicher – und reduzieren gleichzeitig den Schwerverkehr auf unseren Straßen. Verkehr raus aus den Städten, Lebens- und Aufenthaltsqualität rein!
Dazu nutzen wir die Chancen der Digitalisierung und Vernetzung von Daten und Güterströmen. Warenlager vor der Stadt, Mikro-Depots in der City und innovative, emissionsfreie Fahrzeuge für die Auslieferung auf der letzten Meile. Das spart Ressourcen und Wegstrecken, schafft Platz und saubere Luft in der Stadt.“
Sie haben das Projekt „Citylogistik in Kommunen“, das sich mit dieser Thematik beschäftigt, vom Start weg begleitet. Wie bewerten Sie das Ergebnis?

Wüst: „Wenn es um zukunftsweisende Projekte geht, ist die Brost-Stiftung eine kompetente und verlässliche Partnerin. Die enge Vernetzung von zentralen Akteuren in der Metropole Ruhr und eine interaktive Kommunikation ermöglichen eine neue Form der Zusammenarbeit. Der jetzt verfügbare Handlungsleitfaden kann dabei unterstützen, Chancen für den städtischen Güterverkehr in Kommunen zu nutzen, Impulse für neue Kooperationen zu geben und helfen, die Metropole Ruhr noch lebenswerter zu machen.

Wo sehen Sie Ihre zentralen Herausforderungen bei der Gestaltung des Verkehrs von morgen?

Wüst: „Über allem stehen die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und der Anspruch besser, sicherer und sauberer unterwegs zu sein. Die Mobilität der Zukunft leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und steigert die Lebensqualität in unseren Städten und suburbanen Räumen. Deswegen fördern wir jeden Verkehrsträger mit seinen jeweiligen Stärken und stellen Rekordsummern für bessere Mobilität bereit: auf Schiene und Straße, auf Wasser- und Radwegen.

Titelfoto © Peter Prengel, Stadt Essen

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