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Reviergeschichten – Fragen eines lesenden Schauspielers

#VA

Dietmar Bär im Gespräch mit Autorin Lisa Roy

Eine Lesung über Literatur aus dem Ruhrgebiet und die Kraft autobiografischer Orte.

Dietmar Bär und die Brost-Stiftung laden Sie am 08. Oktober 2025 zu einem besonderen Abend in die Kaue Gelsenkirchen ein. Mit der neuen Reihe der Brost-Stiftung „Reviergeschichten – Fragen eines lesenden Schauspielers“ widmet sich der Schauspieler und leidenschaftliche Leser der Literatur aus dem Ruhrgebiet – im Gespräch mit Autoren und Autorinnen, deren Werke eng mit der Region verbunden sind. Zum Auftakt trifft er im Rahmen der lit.RUHR auf Lisa Roy.

Im Mittelpunkt des Abends steht ihr vielfach beachtetes Debüt Keine gute Geschichte. Darin erzählt Roy von Arielle Freytag, die nach einem Zusammenbruch an den Ort ihrer Kindheit, dem Essener Norden, zurückkehrt – und dort nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit einer schmerzhaften Familiengeschichte konfrontiert wird. Ein schonungslos ehrlicher, eindringlicher Roman über Herkunft, Identität und das Verschwinden. Gemeinsam sprechen Dietmar Bär und Lisa Roy über das Schreiben im Ruhrgebiet, über Figuren, die bleiben und darüber, wie Orte Biografien prägen. Begrüßung: Prof. Bodo Hombach, Vorsitzender des Vorstands der Brost-Stiftung.

„Für wen ist das gebaut worden? Für Professoren von außerhalb, die nicht wissen, wo sie sich hier ansiedeln? Das ist die ärmste Postleitzahl Deutschlands, von hier aus werden keine Kinder zum Fechten gefahren.“

— Lisa Roy, Keine gute Geschichte

Mittwoch | 08. Oktober 2025

Einlass ab 18.30 Uhr | Beginn 19.00 Uhr 

Kaue Gelsenkirchen | Wilhelminenstraße 176 | 45881 Gelsenkirchen

Dietmar Bär, geboren als Sohn eines Fleischers in Dortmund und ausgebildet an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, verkörpert wie kaum ein anderer die Authentizität und Bodenständigkeit seiner Heimat. Seine Rollen, allen voran die des Tatort-Kommissars Freddy Schenk, sind geprägt von der besonderen Mischung aus Tradition und Moderne, die das Ruhrgebiet ausmacht.

Lisa Roy, in Essen-Katernberg aufgewachsen, verbindet in ihrem Schreiben persönliche Erfahrungen mit einem scharfen Blick für gesellschaftliche Entwicklungen. Ihr literarischer Stil ist direkt, präzise und zugleich voller Wärme – ein Spiegel der Region, aus der sie kommt.