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Zusammenhalt und harte Arbeit

Im BrostCast erläutert Ministerpräsident Hendrik Wüst, warum eine gute Zukunft auf traditionelle Tugenden gebaut werden muss

Mit dem Finale sind Sie schnell durch – eigentlich. Im letzten Teil der vierten Staffel hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schon nach einer guten halben Stunde alle Fragen von Gastgeber Hajo Schumacher beantwortet! Davon profitieren Sie als Zuhörer gleich doppelt: Erstens sind die Ausführungen von Wüst knackig kurz, auf den Punkt und ehrlich ohne Umschweife. Darüber hinaus bleibt Zeit, die klaren Botschaften in einem zweiten Durchlauf auf sich wirken zu lassen…

Wir erfahren zu Beginn, dass der Junge aus dem Münsterland Handballer war, Spielposition Linksaußen. Die Lebenslehre aus dem Sport: Nur mit vollem Einsatz kommt man zum Erfolg, nicht selten gegen harten Widerstand. „Im Handball gibt es keine Position, in der man nix auf die Jacke kriegt“, erklärt Wüst. Und was sagt er heute den jungen Menschen in Gelsenkirchen oder an anderen Brennpunkten im Ruhrgebiet, die im Leben auch regelmäßig auf die Jacke kriegen?

Er rate jedem, anzupacken und sein Leben zu gestalten. „Es gibt auch in Gelsenkirchen genügend freie Lehrstellen, in die Hände spucken lohnt sich“, lautet Wüsts Ansprache. „Du bist genau richtig wie Du bist und wo Du bist!“

„Es ist ein Schatz des Ruhrgebietes, dass hier ganz viel ganz nah beieinander liegt.“

Hendrik Wüst, Minister des Landes Nordrhein-Westfalen

Der Schlüssel zur Überwindung von Armut und sozialer Ungleichheit liegt nach Einschätzung des NRW-Chefs primär in einer guten Wirtschaftspolitik. Hören Sie einmal rein, welche Rolle dabei die Universitäten spielen und wie dort neue Exzellenz-Standorte entstehen.

Für Wüst taugt der sprichwörtliche „Mythos Ruhrgebiet“ noch heute als Motivationshilfe, er konfrontiert sich und seine Mitbürger aber lieber mit Fakten und Wahrheiten. „Es gibt nicht mehr DAS Ruhrgebiet als Wirtschaftsstandort. Essen liegt im Pro-Kopf-Einkommen über dem Bundesdurchschnitt, Bottrop klar darunter. Wir sollten genau hinschauen, warum in der einen Region die Transformation weg von der energieintensiven Industrie besser gelingt als anderswo.“

Zu den unangenehmen Realitäten gehöre auch, dass Unternehmen Standortentscheidungen gegen Nordrhein-Westfalen treffen. Weil etwa Energie günstiger ist oder anderswo in Deutschland weniger Bürokratie schnellere Genehmigungsverfahren ermöglicht. Wüst erklärt, warum NRW hier ausgerechnet den Wettlauf mit Sachsen gewinnen will…

„Schalke ist noch Schalke und Borussia Dortmund bleibt Borussia Dortmund. Darüber hinaus tolerieren die Menschen im Ruhrgebiet die Abgrenzung der Städte nicht mehr, sie fühlen sich als Bewohner einer Region.“

Hendrik Wüst, Minister des Landes Nordrhein-Westfalen

Der Vater einer Tochter spricht wohltuend Klartext, wenn es um die künftige Energiepolitik geht: „Wenn wir aus der Kohleverstromung aussteigen, brauchen wir grundlastfähige Gaskraftwerke, die mit Wasserstoff betrieben werden können. Dabei müssen wir ehrlich sagen, dass dieser Wasserstoff noch über einen langen Zeitraum kein grüner Wasserstoff sein wird.“ Es sei in der gesellschaftlichen Debatte wichtig, die Dinge klar beim Namen zu nennen. Wie beim Stichwort „Clankriminalität“, die jahrelang negiert worden sei. „Erst im „Lagebild Clankriminalität“ hat Innenminister Herbert Reul die kriminellen Strukturen klar beschrieben. Mit der Politik der 1000 Nadelstiche versuchen wir den Verbrechern den Raum zu nehmen und es für sie so ungemütlich wie möglich zu machen.“

Wohin ihn die Reise in der Politik noch hinführt, lässt der studierte Jurist offen. Obwohl Schumacher ihn mit der Idee von Ralf Moeller lockt. Der Hollywood-Schauspieler aus Recklinghausen hatte in der vorletzten Folge des BrostCast vorgeschlagen, Wüst solle zügig Kanzler werden, damit er, Moeller, ganz wie sein Kumpel Arnold Schwarzenegger in Kalifornien, die Macht in NRW übernehmen könne. Wüsts Antwort: „Damit beweist Ralf Moeller, dass er nicht nur Grips und Muckis hat, sondern auch Humor!“.

Lob vom Ministerpräsidenten gibt es auch für die „neue Generation von Oberbürgermeistern“ im Ruhrgebiet, die ihre Sache „parteiübergreifend prima machen“. Hören Sie rein, wo Hendrik Wüst zukunftsweisende Ansätze bei der Überwindung von Kirchturmpolitik sieht. Welchen Energieträger er als „Zauberstoff der Zukunft“ beschreibt. Und welche aktuellen Lehren das „Steigerlied“ heute noch vermitteln kann.

Nehmen Sie sich (mindestens einmal) die halbe Stunde – es ist keine verschenkte Zeit!

Den BrostCast finden Sie überall wo es Podcasts gibt.


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