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Reul widmet Brost-Ruhr Preis „seiner“ Polizei

Reul widmet Brost-Ruhr Preis „seiner“ Polizei

Kriminalität, teils in ihrer übelsten Ausprägung, bestimmt seinen Alltag. Mit Lob tut sich Herbert Reul (68, CDU) eher schwer, vor allem, wenn es die eigene Person betrifft. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, so der NRW-Innenminister erkennbar bewegt bei der Übergabe des Brost-Ruhr Preises am Mittwoch in seinem Ministerium. „Sie machen mir eine Riesenfreude und setzen gleichzeitig ein Zeichen, dass die Sicherheit zu unseren großen staatspolitischen Aufgaben gehört.“ Als Rheinländer für Verdienste um das Ruhrgebiet belobigt zu werden, erfülle ihn mit besonderem Stolz.

Die Brost-Stiftung verleiht ihm die erstmals vergebene Auszeichnung (gestaltet vom Bochumer Künstler Marcus Kiel) für seine Verdienste im Kampf gegen die Kriminalität im Ruhrgebiet. „Wir sagen Danke und weiter so“, erklärte Stiftungsvorstand Professor Bodo Hombach in der Laudatio. „Das Ruhrgebiet braucht Problemlöser, Sie sind einer.“ Die mit dem Preis verbundenen 20.000 Euro spendet Reul an die Polizeistiftung NRW.
Der galt auch sein ausdrücklicher Dank: „Ich nehme die Auszeichnung stellvertretend für die 50.000 Menschen in unserem Land entgegen, die für die Sicherheit der Bürger unterwegs sind und dabei zum Teil täglich Leib und Leben riskieren.“
Reul blieb auch im Rahmen der Zeremonie unter Corona-Bedingungen (keine Zuschauer oder Ehrengäste) seiner Linie treu. „Ich werde den Bürgern nicht versprechen, dass Probleme wie die Clan-Kriminalität ‚Simsalabim‘ gelöst werden. Meines Wissens gibt es dafür keinen Zauberstab. Auch meine auf fünf Jahre befristete Zeit als Innenminister wird nicht reichen, die Aktivitäten der Clans vollständig zu stoppen. Aber man sieht, dass wir Stück für Stück vorankommen. Dafür ist es wichtig, der Polizei Raum und Rückendeckung zu geben.“

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