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Nr. 26: Endlich Amy

Zwei Jahre hat er sie nicht mehr gesehen. Sie ist von Kiel angereist, seiner Heimatstadt. Wegen der Arbeit lebt er nun schon seit sechszehn Monaten in Essen. Dies ist ihr erster Besuch. Sie haben beide keine Zeit gefunden, sich zu treffen. Sie ist Schülerin. Er hat eine Arbeitswoche von über sechzig Stunden. Außerdem gibt es Unstimmigkeiten in der Familie. Gleiche Mutter, verschiedene Väter. Näher will er nicht darauf eingehen. Nur erzählen, wie er dort neben seinem Passat stehend am Bahnhof auf seine kleine Schwester wartet. Auf Amy. Wie sie von der Halle ins Licht tritt. Er erkennt sie sofort an ihrem unbändigen Haar und ihrem frechen Lächeln. Sie bleibt neben Mc Donalds stehen, während um sie herum Menschen aus dem Bahnhof strömen, schirmt ihre Augen mit der Hand ab und blickt um sich. Da entdeckt sie ihn und ihr Gesicht erhellt sich. Sie macht als Gruß eine ausholende Bewegung mit der Hand, dann eilt sie auf ihn zu. Und er denkt: Endlich Amy.

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