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Mobiler Einsatz gegen Corona-Not

„Kinder-Mobil“ liefert täglich Nahrung für Körper und Seele

Jeden Tag 95 Mittagessen für bedürftige Familien – gemessen an den Milliardensummen staatlicher Corona-Hilfspakete erscheint die Initiative eher wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Für die Betroffenen bedeutet es jedoch mehr noch als Hilfe zum Überleben – das „Kinder-Mobil“ wirkt wie ein Sonnenstrahl der Hoffnung in finsteren Zeiten.

„Es ist für die Kinder von zentraler Bedeutung, dass sie auch während des Lockdowns und geschlossener Schulen regelmäßig Kontakt zu erwachsenen Personen außerhalb der Familie haben“, erklärt Thomas Rüth. Seit 30 Jahren ist er als Sozialarbeiter im Essener Norden unterwegs, hat maßgeblich das Projekt „Kinder-Mobil“ mit auf den Weg gebracht.

Seit September 2016 kooperiert die Brost-Stiftung mit dem Essener Verein „Club Kohlenwäsche“ sowie der Arbeiterwohlfahrt für ein mobiles Verpflegungs- und Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche aus Armutsfamilien.

Rüth: „Seit März haben wir täglich 95 Essen zu betroffenen Familien gebracht, Sonn- und Feiertage eingeschlossen.“ Dabei erlebten sie spontane und großzügige Unterstützung aus der Nachbarschaft, neben Spielzeug und Büchern kamen 15.000 Euro zusammen. Mit denen das Projekt „Sommerschule“ finanziert werden konnte. „Schule ist für unsere Kinder fast noch wichtiger als Essen,“ so Rüth. Sein Fazit: „Corona hat bisher im Sozialgefüge nichts zerstört, die Menschen sind im Gegenteil enger zusammengerückt.“

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