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Einsatz für guten Journalismus

Ulrike Demmer möchte in der Kuratoriumsarbeit das Lebenswerk von Anneliese und Erich Brost fortführen

Zahlenmenschen, Wissenschaftler, Journalist:innen, eine Ökonomin sowie ein aktueller Ministerpräsident samt Vorgänger – das Kuratorium der Brost-Stiftung zeichnet neben hohem Engagement seine breitgefächerte Expertise aus. Beispiel Ulrike Demmer (49), die Journalistin war von 2016 bis 2021 stellvertretende Regierungssprecherin in Berlin.

„Knapp 20 Jahre konnte ich als Journalistin Politik beobachten und über Politik schreiben“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums. „Der Wechsel auf die Seite der Politik hat mir einen Perspektivwechsel ermöglicht. Es war eine große Bereicherung, die Möglichkeiten und Grenzen staatlichen Handelns aus nächster Nähe zu erleben.“

Dort, wo der Staat in seinen Gestaltungsspielräumen eingeschränkt ist, sieht sie die gesellschaftliche Herausforderung der Stiftungsarbeit. Demmer: „Demokratie lebt vom Mitmachen und Tun, Stiftungen stehen bespielhaft für Beides. In der besonderen Verbindung von unternehmerischer Dynamik und Dienst am Gemeinwohl ergänzen sie das Angebot des Staates und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenhalt der Gesellschaft – den der Staat allein nicht erbringen kann.“

„Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie muss täglich neu erkämpft werden!“

Ulrike Demmer

Stiftungen seien deutlich beweglicher, dynamischer und innovationsfreudiger als staatliche Institutionen. Gleichzeitig könnten sie auch langfristige Ansätze verfolgen, so Demmer: „Während die Gestaltungsmöglichkeiten einer Regierung in der Regel von einer Legislaturperiode bestimmt sind. Stiftungen stärken somit die Demokratie.“

Für die Trägerin des Deutschen Reporterpreises ist die beste aller Staatsformen nicht selbstverständlich, Demokratie müsse täglich neu erkämpft werden. Dabei spiele kritischer und unabhängiger Journalismus eine große Rolle. „Als Journalistin liegt mir am Herzen, das Lebenswerk von Anneliese und Erich Brost fortzuführen, die sich für einen kritischen Journalismus eingesetzt haben, über wirtschaftliche Interessen hinweg“, beschreibt sie ihre Motivation zur Mitarbeit im Kuratorium. „Das gilt vor allem in diesen Zeiten, in denen freie Presse und kritischer Journalismus wichtiger denn je ein konstitutiver Beitrag zur Demokratie sind. Wir haben in Deutschland großartige Zeitungen und brillante Journalisten. Dieser Zustand ist aber nicht selbstverständlich und für alle Zeiten gesichert, wie wir in Ländern um uns herum beobachten. Guten und kritischen Journalismus zu ermöglichen bleibt eine Herausforderung, der sich die Brost-Stiftung stellt und weiterhin einen Beitrag leisten wird.“

Leuchttürme und Problemzonen

Ulrike Demmer wurde in Solingen geboren, sie kennt die Lebenswirklichkeit der Menschen in NRW bis tief in den Westen. Dem Auftrag der Stifterin folgend möchte sie mithelfen, die zielgerichtete und erfolgreiche Arbeit der Brost-Stifung zum Wohle der Gesellschaft fortzuführen. „In meiner Wahrnehmung als Kuratoriumsmitglied wird die Gesamtsituation im Ruhrgebiet sehr gut durch die Stiftungsprojekte abgebildet. In den Bereichen Kunst, Kultur oder Jugend- und Altenhilfe sowie Volksbildung werden in allen Altersstufen die Facetten der Gesellschaft berücksichtigt. Durch die Hinwendung zu Leuchtturmprojekten einerseits und dem gleichzeitigen Blick auf die Problemzonen drückt sich die enge Verbindung zur Region aus.“


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