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Botschaften der Hoffnung zu Weihnachten

Menschen aus unseren Projekten blicken zum Fest auf Erreichtes und neue Herausforderungen

Fürchtet Euch nicht, hofft!

„Ein Hospizdienst feiert sein dreißigjähriges Bestehen. Die Teilnehmer werden geradezu eingerahmt von großen Rollups mit Portraits der Kölner Fotografin Barbara Bechtloff. Die alten und sichtlich kranken Menschen halten eine Königinskulptur des Künstlers Rolf Knoblauch in den Händen, ihr Blick richtet sich auf den Betrachter. Die Würde des Menschen ist immer und überall unantastbar – das ist die Botschaft jedes einzelnen Bildes des „Würdevoll“ betitelten Zyklus.

Und alle im Raum spüren etwas von der Hoffnung dieser Botschaft, die auch Personalnot und Überlastung, Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühle, Verzweiflung und Ratlosigkeit überstrahlt.

Jeder Mensch ist ein König – und es liegt nicht an uns, ihn zu einem zu machen. Und so wünsche ich allen Menschen, die ihr Bestes geben und spüren, dass es doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, dass sie diese entlastende Botschaft annehmen können für sich selbst und für die Menschen, denen sie sich zuwenden. Es ist die Botschaft von Weihnachten: Fürchtet Euch nicht, hofft!“ 

Dr. Marianne Kloke, Trägerin des Brost-Ruhr Preises 2022

Erstmals zeichnete die Brost-Stiftung in diesem Jahr drei Menschen gleichzeitig aus, die sich in herausragender Weise für das Gemeinwohl eingesetzt haben. Neben Kloke erhielten noch die Palliativmedizinerinnen Dr. Ferya Banaz-Yasar sowie Dr. Nicole Selbach die Dotation von jeweils 25.000 Euro. Damit finanzieren sie weitere Forschungsprojekte.


Neue Gedanken und neue Wege zum Ziel

„Die anhaltenden Herausforderungen der Pandemie, der Klimakrise und vor allem der Krieg in der Ukraine haben uns alle sehr erschüttert.

Ernst Ferstl hat gesagt: “Wer mit sich selber in Frieden lebt, kommt nicht in Versuchung, anderen den Krieg zu erklären.“

Der Wunsch nach Frieden verbindet uns alle Jahr für Jahr, ganz besonders zur Weihnachtszeit. Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege zum Ziel.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie frohe und friedliche Festtage, verbunden mit einem Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in diesem Jahr.“

Stephan Gill, Geschäftsführer Diakonieverband Oberhausen

Im Gertrud-Zillich Haus sowie der Einrichtung „Hilfe zum Leben“ kümmert sich der Diakonieverband um minderjährige, schulpflichtige Mütter und unterstützt geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Die Brost-Stiftung förderte über das gemeinsame Projekt hinaus die Umgestaltung eines Hauses für zwei ukrainische Familien mit fünf Kindern.


Hoffnung auf Ruhe und Frieden

„Nach fast eineinhalb Jahren ist die Flutkatastrophe im Ruhrtal für viele Menschen längst vergessen. Für uns als Anwohnerinnen und Anwohner auf einem Campingplatz in Hattingen am Fuße des Isenbergs noch lange nicht. Wenn auch oberflächlich die meisten Schäden behoben werden konnten, so bleibt für uns die Angst, ob ein solches Ereignis noch einmal kommen wird, tief in unsere Seelen eingeschrieben.

Hinzu kommen neue Rückschläge, wie jetzt enorme Energieforderungen aufgrund der hohen Verbräuche durch Trockengeräte und Ventilatoren. Es reißt nicht ab. Die bevorstehenden Weihnachtstage verbinden wir mit der Hoffnung auf Ruhe und Frieden. Zeit, wieder Kraft zu sammeln und Mut zu fassen. Dies wünschen wir allen Menschen auf Erden.“

Petra Backhoff, Caritas Ennepe-Ruhrtal

Auf dem Campingplatz „Freizeitdomizil Ruhrtal“ richtete die Flut im Juli 2021 verheerende Schäden an, 200 Menschen haben dort ihren Erstwohnsitz. Sozialarbeiterin Petra Backhoff koordiniert im Auftrag der Caritas die Hilfsmaßnahmen. Eine Spende der Brost-Stiftung über150.000 Euro wurde bereits verteilt.


Prof. Tienush Rassaf leitet das Forschungsprojekt. Foto: Mike König

Besinnung auf das Wesentliche

„Dem kranken Menschen bis zum letzten Atemzug ein würdevolles Leben zu ermöglichen, das ist das Ziel unseres Projekts. Über einen neuartigen Ansatz möchten wir erreichen, dass die oft bereits palliativ behandelten Menschen sich beispielsweise weiterhin selbstständig waschen können. Tätigkeiten, die wir im Alltag mit Selbstverständlichkeit und ohne weitere Gedanken ausführen.

Umso mehr wird deutlich, wie dankbar und glücklich wir doch sehr oft sein dürfen und auch sollten. Besinnung auf das Wesentliche, nicht nur zu Weihnachten, aber besonders zu Weihnachten.“

Professor Tienush Rassaf, Universitätsklinik Essen

Am 8. Dezember hat Professor Rassaf am Uniklinikum Essen eine Studie begonnen, in der die Wirkung von Herz-Kreislaufmedikamenten bei schwer krebskranken Menschen mit kardio-vaskulären Schäden untersucht wird. Ziel des Projektes, das die Brost-Stiftung bis 2024 unterstützt, ist eine möglichst selbstbestimmte Lebensführung der schwerstkranken Patient:innen.


Neubeginn mit frischem Mut und Optimismus

„Im Jugendhilfenetzwerk der AWO Essen konnten wir dank unserer Unterstützer:innen in diesem Jahr einmal mehr kleine Geschenke an Kinder und Jugendliche aus unseren Familien übergeben. Da war die Freude riesengroß! In diesem Jahr erfahren wir allerdings auch, dass die finanziellen Sorgen der Familien größer werden: Corona, Krieg und Energiekosten tragen zu dem Gefühl einer nicht enden wollenden Krise bei.

Und doch lädt uns das Jahresende immer wieder zu einem Neubeginn ein – jenseits von Krisengedanken und mit frischem Mut und Optimismus. So bedankt sich das Team der Abteilung Jugend für die Unterstützung in diesem Jahr, freut sich über die ruhige und besinnliche Zeit zwischen den Jahren, wünscht ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr und hofft einmal mehr darauf, dass in 2023 vieles anders werden wird.“

Andreas Klink, Abteilungsleitung Jugend der AWO Essen

Gemeinsam mit der AWO und dem „Club Kohlenwäsche“ betreibt die Brost-Stiftung seit 2016 das Projekt „Kindermobil“. Das Wohnmobil mit Vorzelt, Sitzmöglichkeiten und Kochnische fährt an vier Tagen in der Woche vier definierte Wohngebiete im Essener Norden zu einer festen Uhrzeit an. Dort wird mit den Kindern gemeinsam gekocht und gespielt.


Lassen wir keinen draußen stehen

„Nach zwei Jahren Pandemie war zum Jahreswechsel 2021/22 die Hoffnung groß – auf bessere Zeiten. Es folgten Krieg, Inflation und Energiekrise.

Es braucht nicht das vielbeschworene „Brennglas“, um zu erkennen, dass die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Teilhabenden und Abgehängten, noch größer geworden ist. Unzählige Mitmenschen leben in blanker Existenzangst, nur noch damit beschäftigt, mit dem Mangel irgendwie zu (über-)leben. Galoppierende Lebensmittel- und Energiepreise, prekäre Arbeits- und Lebensver­hältnisse, hängen nicht nur sie selbst ab, sondern noch mehr ihre Kinder.

Wir sollten und wir können uns Bildungsferne, einen Arbeitsmarkt, der die Ressource Mensch unter Wert und unterhalb der individuellen Fähigkeiten verschleißt und rasant steigende Altersarmut nicht leisten.

Lasst uns in der Not die Chance erkennen, die Chance umzudenken: Für Gemeinsinn statt Spaltung, für eine Zukunft mit sozialer Sicherheit, Chancengerechtigkeit und Teilhabe für Alle! Es ist sehr kalt geworden, lassen wir niemanden draußen stehen!“

Gaby Spitmann, Sozialarbeiterin im Mülheimer Arbeitslosenzentrum (MALZ)

Die Brost-Stiftung hat mit rund 85.000 Euro den Fortbestand der von einem Trägerverein unterhaltenen Initiative gesichert. Hier werden z.B. sogenannte „Aufstocker“ beraten, aber auch durch die Corona-Pandemie in Not geratene Künstler:innen oder Selbständige sowie alleinerziehende Frauen.


Enjoy yourself!

Der große Albert Einstein – war überzeugt:
„Das Schönste ist immer das Geheimnis.“
Es weckt unsre Lebensgeister.
Es lockt uns in die Welt der Möglichkeiten.
Gerade in düsteren Zeiten sagt es: „Die Hoffnung ist keine beliebige Option. Sie ist eine trotzige Pflicht.
Dieser „Pflicht“ sollten wir uns unterwerfen.
Aus den vier apokalyptischen Reitern Albrecht Dürers ist gegenwärtig eine Reiterei geworden.
Aber Apokalyptiker beschreiben und bejammern Probleme,
sie lösen keines … . Sie leben davon.
Es gibt sie noch, die Problemlöser und echten Weltenretter.
Vorausschauende haben kürzlich einen Asteroiden aus der Bahn bugsiert. Das war fürsorglich.
Das neue Jahr stellt uns vor neue Herausforderungen.
und bietet 365 neue Chancen.
Unser gemeinsamer Wunschzettel ist noch lange nicht abgearbeitet.
Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein schönes Fest! Und jetzt erst einmal: Enjoy yourself!
Mit besten Wünschen und Grüßen herzlich von der Ruhr
Bodo Hombach
Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung


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