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Alison Yip: Kunst im Schaufenster

Die Ausstellung „Bare Heel Country“ von Alison Yip im Dortmunder Kunstverein kann noch bis 6. Juni per Audio-Guide von außen betrachtet werden.

Geschlossene Museen und Ausstellungsräume machen es Kunstliebhaber*innen derzeit schwer, in den Genuss von Malerei, Skulpturen und anderen künstlerischen Werken zu kommen. Der Dortmunder Kunstverein hat eine pragmatische Lösung entwickelt, wie Kunst auch zu Corona-Zeiten erlebbar sein kann.
Der Ausstellungsraum des Kunstvereins unmittelbar unter dem Dortmunder U ist ebenerdig und vollständig verglast. Wer möchte, kann die Ausstellung „Bare Heel Country“ der kanadischen Künstlerin Alison Yip von außen betrachten. Die Werke werden zu den regulären Öffnungszeiten gut ausgeleuchtet. „Wir haben außerdem ein Audio-Programm zusammengestellt, dass man über einen QR-Code an unserer Tür aufrufen kann. Da hört man eingesprochene Gedichte von Alison Yip und auch den Saaltext. So kann man die Ausstellung verstehen, auch wenn man nicht selbst hinein kann“, erläutert Rebekka Seubert, Künstlerische Leiterin des Dortmunder Kunstvereins.

Alison Yips Werke verhandeln die Rolle von Fantasie in einer Welt, die nicht mehr auf Fakten allein beruht. Eine Welt, deren Diskurse immer stärker von Gefühl statt Sachlichkeit geprägt werden. Die Künstlerin erforscht mit ihren Bildern, Texten und bildhauerischen Objekten die Uneindeutigkeit der Sinne und die ambivalente Wahrnehmung unserer zwischenmenschlichen Beziehungen.
Schmerz und körperliche Erfahrungen sind das Leitthema der neuesten Werke von Alison Yip. Bezüge zu den sechs mittelalterlichen Wandteppichen „Die Dame mit dem Einhorn“, die im Musée de Cluny in Paris hängen, schafft sie mit der Darstellung von Frauen und Einhörnern. In ihrer Einzelausstellung werde diese Figuren zu Akteuren. Alison Yip macht das in Kunstgeschichte und Popkultur bis zur Erschöpfung ausgelaugte Motiv zu ihrem eigenen und erforscht, welche Handlungsmacht die Figuren heute noch haben.
Die Ausstellung im Dortmunder Kunstverein wird gefördert von der Brost-Stiftung. Gemeinsam mit der kanadischen Generalkonsulin Lee-Anne Hermann und ihrem Stellvertreter Pierre Chalifour besuchte Vorstandsvorsitzender Prof. Bodo Hombach die Ausstellung der gebürtigen Kanadierin Alison Yip: „Die meisten Menschen im Ruhrgebiet sind stolz darauf, weltoffen und tolerant zu sein. Kulturaustausch pflegt und stärkt diese gute Eigenschaft. Wer das erlebbar fördert, findet die Unterstützung der Brost Stiftung.“

Die Ausstellung „Bare Heel Country“ im Dortmunder Kunstverein ist noch bis 06. Juni 2021 für Publikum von außen zugänglich. Dass Betrachten der Werke und die Nutzung des Audio-Guides ist kostenfrei. Den Audio-Guide finden Sie auf der Website des Dortmunder Kunstvereins.

Titelbild © Roland Baege

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